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Eine Million Menschen auf der Flucht. Wir sind vor Ort. Helfen Sie mit?

  • Autorenbild: Vanja Crnojević
    Vanja Crnojević
  • vor 5 Tagen
  • 3 Min. Lesezeit
Ein Mann mit seiner Tochter auf der Flucht aus dem Süden Libanons. Bild: Jonathan Labusch
Ein Mann mit seiner Tochter auf der Flucht aus dem Süden Libanons. Bild: Jonathan Labusch

Was packen Sie ein, wenn die Bomben Sie aus dem Schlaf reissen?

Ich stelle mir diese Frage, seit der Krieg in den Libanon zurückgekehrt ist. Mit voller Wucht. Seit Anfang März werden ganze Dörfer und Stadtteile dem Erdboden gleichgemacht.

Eine Million Menschen sind auf der Flucht. Ein Fünftel der Bevölkerung.

Manche nehmen ihre Katze mit. Wichtige Dokumente oder Fotografien. Kinder tragen noch Tage nach der Flucht ihre Pyjamas – weil sie mitten in der Nacht aus dem Schlaf gerissen wurden.

Noch vor kurzem war ich selbst im Libanon. Zusammen mit unserer Koordinatorin Nour habe ich in Saida Lebensmittelpakete an Familien verteilt. An dem Tag, als der Krieg losging, flog ich zurück in die Schweiz. Kurz bevor die ersten Bomben einschlugen.

Heute schreibt mir Nour, dass ihre Kinder Todesangst haben. Sie schickt mir Bilder und Videos aus der Stadt. Der Anblick ist verstörend. Viele Menschen hatten in Saida Zuflucht gesucht, weil sie aus dem Süden fliehen mussten. Jetzt werden auch sie dort bombardiert. Es gibt keinen sicheren Ort mehr.

Es ist etwas anderes, einen Krieg im Fernsehen zu verfolgen, wenn man die Menschen dort persönlich kennt. Ich sitze hier in der Schweiz, in Sicherheit – und das macht mich teilweise wahnsinnig. Aber es treibt mich auch an. Denn ich weiss: Wir können helfen. Wir tun es bereits.

Und mit Ihrer Unterstützung können wir noch mehr tun.


Fotograf Jonathan Labusch war noch letzten Monat mit mir unterwegs, um unsere Projekte zu dokumentieren. Jetzt dokumentiert er den Krieg. Spricht mit den Menschen, die alles zurücklassen mussten. Was ihm am meisten auffällt? «Wie wichtig den Menschen ihr Zuhause ist. Sie haben sich dort eine Zukunft aufgebaut. Und plötzlich müssen sie alles zurücklassen.»


Viele Schulen und Kirchen im ganzen Land haben ihre Türen für Geflüchtete geöffnet. Doch der Platz reicht nicht für alle. Viele schlafen draussen in klapprigen Zelten auf fünf Zentimeter dünnen Schaumstoffmatratzen. Es hat stark geregnet in den letzten Tagen. Die Matratzen sind vollgesogen mit Wasser. Die Menschen frieren.

Und dann stellt sich die nächste Frage: Was tun wir jetzt?



Wir wissen es. Aus zehn Jahren Erfahrung.

Als kleine, agile Organisation können wir sofort reagieren. Ohne viel Bürokratie. Wenn wir heute an einem Ort Lebensmittelpakete verteilen und morgen die Brücke dorthin gesprengt wird – dann liefern wir übermorgen Medikamente woanders hin. Diese Flexibilität rettet Leben.


Unsere mobile Klinik ist seit 2021 im Einsatz – mehr als 20’000 Menschen haben wir seither behandelt. Jetzt, im Krieg, steigt die Zahl der Hilfesuchenden täglich. Verletzte brauchen Erstversorgung. Chronisch Kranke brauchen Medikamente. Schwangere brauchen Betreuung. Gleichzeitig verteilt unser Team vor Ort Nothilfepakete – warme Mahlzeiten, Hygieneartikel, Windeln – dort, wo die Not am grössten ist.

Dafür brauchen wir Sie. Und vor allem: Ihr Vertrauen.

In einer Situation, die sich stündlich verändert, und die Not der Menschen rasant wächst, brauchen wir die Freiheit, Ihre Spende genau dort einzusetzen, wo sie am meisten bewirkt. Heute sind es Lebensmittel. Morgen Medikamente. Übermorgen Decken oder Diesel für die Klinik. Was bleibt, ist unser Versprechen: Ihre Spende kommt an. Direkt. Von Hand zu Hand.

Während sich die Schlagzeilen um Staatsoberhäupter, Ölpreise und die neusten Drohnensysteme drehen, drohen die Menschen, die darunter leiden, vergessen zu gehen. Stehen Sie mit uns den Menschen im Libanon bei – damit genau das nicht passiert?

Ich danke Ihnen von Herzen. Für Ihre Grosszügigkeit. Für Ihr Vertrauen. Dafür, dass Sie nicht

wegschauen.


Gemeinsam sind wir Borderfree.

Herzlich,

Vanja Crnojević

Geschäftsführerin Borderfree Association

 
 
 

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